Home
www.kiefelmauth.de · Geschichte und Entstehung von Kiefelmauth - Seite 2


Der Passauer Bischof bat mehrmals vergeblich um Abstellung dieser Maut, die Konrad "gegen das Gesetz und nach eigenem Gutdünken" erhoben hatte. Er wandte sich auch an König Philipp zur Vermittlung.
Als alles nichts half, blieb ihm nur mehr, "Unrecht mit Unrecht" zu vergelten, wie er in einer Urkunde schreibt, und er legte auf alle Regensburger Schiffe, die mit Häuten donauabwärts nach Passau fuhren, seinerseits einen Zoll. Regensburger Bürger wurden daraufhin sowohl bei ihrem eigenen Bischof als auch beim Passauer vorstellig. Dieser versprach ihnen, den Häutezoll aufzuheben, wenn Bischof Konrad den Salzzoll, also die Küffelmauth, wieder aufheben würde.
Als Konrad entsprechend reagiert hatte, beurkundete der Passauer Bischof am 29. Mai 1201 den Regensburgern wieder die alte Fahrtfreiheit.
Nach Gmeiner legten die Bischöfe von Regensburg später wieder eine solche "Küffelmauth" an, und zwar gegenüber Gmünd, also beim späteren Gut Kiefelmauth.
Ob die um 1200 angelegte Zollstelle an der gleichen Stelle war, ist nicht nachzuweisen, aber doch sehr wahrscheinlich.

 0

  (Bild vergrössern)
Textquelle:
1200 Jahre
Pfarrgemeinde
Pondorf a.d. Donau
Dazu schreibt Kreisheimatpfleger Michael Wellenhofer:
"Aufzeichnungen eines Gmünder Pfarrers zufolge ist im jetzigen Kiefelmauth bereits im Jahre 1399 ein Urfahr (Anlegestelle) mit einem Fahrm (Fährer) bezeugt. Bei diesem Urfahr wurde durch den Bischof von Regensburg eine Mautstelle für Salzschiffer errichtet. Dem Förgen wurde die Fugnis (Recht) eingeräumt, von jedem, von Pferden gezogenen donauaufwärts gezogenen Salzschiff 2 Küffel Salz und von jedem abwärts fahrenden Schiff, das Pferde trug, 20 Regensburger Pfennige zu kassieren. Zu einem Zug gehörten ca. 40 Pferde. Für die Mauteinnahme mußte der Förg dem Regensburger Bischof jährlich den Wert von 128 Küffel Salz dienen (abliefern)."
© 2007 · Schinhärl Friedrich · E-Mailemail senden